Der US-Glücksspielmarkt steht vor einer regulatorischen Spaltung im Bereich der Sweepstakes-Casinos, da die Bundesstaaten 2025 und 2026 unterschiedliche Durchführungsmaßnahmen ergreifen. Staatliche Aufsichtsbehörden und lizenzierte Anbieter stellen Plattformen in Frage, die nach einem Werbegaming-Modell und nicht nach traditionellen Glücksspiellizenzen arbeiten.
Staatliche Durchführungsmaßnahmen
Fünf Bundesstaaten erließen 2025 Gesetze, die Sweepstakes-Gaming-Plattformen, die Online-Casino- oder Sportwettenformate nachbilden, ausdrücklich verbieten. Kalifornien, Connecticut, Montana, New Jersey und New York erließen diese gesetzlichen Verbote. Andere Rechtsgebiete wandten bestehende Glücksspielgesetze an, anstatt neue Gesetze zu erlassen. Die Aufsichtsbehörden von Arizona und Louisiana ergriffen Durchführungsmaßnahmen gegen Plattformen, die ohne spezifische Genehmigung tätig sind. Die Arizona Department of Gaming erließ Abmahnungen, in denen sie illegale Glücksspielgeschäfte anführte. Die Delaware Division of Gaming Enforcement stellte fest, dass eine Plattform werbliche Sweepstakes falsch darstellte, während sie den Kauf von Münzen für Casino-Spiele mit Bargeldauszahlung erlaubte. Die Aufsichtsbehörden von Maryland erließen ähnliche Anordnungen gegenüber nicht autorisierten Betreibern, obwohl ein Senatsentwurf, der die Illegalität von Casino-Sweepstakes bestätigte, im Repräsentantenhaus nicht vorangetrieben wurde.Branchen- und Stammesperspektiven
Die American Gaming Association identifizierte die regulatorische Fragmentierung als eine der größten Herausforderungen für den regulierten Glücksspielsektor. Branchenwerbedaten zeigen, dass Offshore- und Sweepstakes-Anbieter die Hälfte aller Online-Casino-Werbungen ausmachen, die Verbraucher sehen. Diese Plattformen konzentrieren ihre Marketingbemühungen auf Bundesstaaten, in denen keine Durchführungsmaßnahmen oder gesetzliche Verbote bestehen. Stammesbetreiber in Kalifornien vertraten eine andere Sicht auf die vorgeschlagenen Einschränkungen. Die Big Lagoon Rancheria wies darauf hin, dass ein generelles Verbot Stämme von digitalen Glücksspielsektoren ausschließen würde, ohne alternative Einnahmequellen zu bieten, insbesondere für Gemeinden ohne große Casino-Einrichtungen.Das regulatorische Rahmenwerk entwickelt sich weiter, da die verbleibenden Bundesstaaten Durchführungsverfahren und gesetzliche Änderungen für werbliche Gaming-Plattformen prüfen.